geboren wurde ich 1957 in der nähe von soest als Sohn eines passablen Zahnarztes … und ich habe als Kind nie davon geträumt, mein halbes Leben mit Tango zu verbringen. wie hätte ich auch…? Der Tango lag ja in dieser Zeit in den letzten zügen.
Ich studierte statt moderner zahnmedizin alten tango.
meine zähne sind zwar nicht mehr so gut, (mein Vater wird‘s mir verzeihen?), und ich wäre vielleicht ein schlechter Zahnarzt geworden. – aber dafür kann ich ganz passabel tango tanzen…
Gemeinsamkeiten mit PAPA: Humor, solide + konsequente Gründlichkeit, Kompetenz, die Freude am Beruf.
Unterschied: Ich Bohre nicht. Ich tanze lieber.

Bei ihm lernte ich die Grundlagen des Tangos: die Improvisation, die konsequente Führung, rhythmisches Empfinden, - alles was man für einen gut getanzten Tango braucht. Interessant und bemerkenswert ist, dass hier in Deutschland bis 1988 nur in Juan D. Langes Tangoschule ein rhythmisch getanzter Tango unterrichtet wurde.
Außerdem beeinflusste er mich stark zu einer fundierten Bewegungsschulung wie z.B. “Feldenkrais” und “Alexandertechnik”. In den ersten 2 Jahren Tango-Unterricht bei ihm haben wir die Hälfte der reinen Unterrichtszeit mit Körperarbeit verbracht. Sein Blick und seine Idee waren immer die natürliche Bewegung eines jeden Tango-Tänzers.
(Die Idee Tango mit Bewegungsschulung zu verbinden ist also eigentlich schon ein”alter Hut”.)
Diese Ausrichtung war entscheidend für meine Entwicklung als Tangolehrer. Meine ersten 8 Tangojahre verbrachte ich, fast “tangosüchtig”, mit täglichem Tanzen, Lernen (bei vielen Tango-Maestros aus Buenos Aires), Üben und Unterrichten.
KRISEN: …erlebt wohl jeder Tänzer einmal oder mehrmals während seines (Tango)Lebens. ICH AUCH!
Sehr oft hatte ich keine Lust mehr zu tanzen, zu unterrichten.
Zu oft verleideten mir scheinbare Zwänge und selbst auferlegter Ehrgeiz den Spaß am Tango. Wenn ich nicht in endscheidenden Momenten hilfreiche Freunde gehabt hätte, (z.B. Lucia Mazer, die mir in meiner größten Krise den „Kopf gewaschen“ hat) würde ich heute nicht mehr tanzen. Aber mein bester Freund bin ich mir selbst geblieben: Ich habe 100 mal von vorn angefangen, immer wieder von vorn!
Und würde es heute noch 1000 mal tun!
Hier ein paar Stichdaten zu meiner Tangolaufbahn:
Tänzerische Ausbildung
• 1984-1994 Estudio Sudamerica, Berlin bei Juan D. Lange
• 1987 bis 1994 Unterricht bei Antonio Todaro (Buenos Aires).
• 1988 bis 1994 Unterricht bei Pepito Avellaneda (siehe Foto unten links) und Eduardo Arquimbau in Amsterdam, Köln & Nijmegen
• 1994-1995 Ausbildung als Tangolehrer (“Tango vom Rio de la Plata”) im “Estudio Sudamerica” bei Juan. D. Lange in Berlin
• 1995 Unterricht bei Lampazo in Buenos Aires ( nur Gehen gelernt :-) !)
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•1995 -1996 bei TETÉ
• Jan 2005 bis Sept 2006 Trainerausbidung “Tango Discovery ®” bei Mauricio Castro.

Vanina Bilou & Alejandro Aquino, Esteban Moreno & Claudia Codega, Vilma Vega & Fernando Galera, Eric Müller & Jeusa Vasconcelos, Pablo Veron, Lucia Mazer und Eugenia & “Chicho” Mariano Frumboli, Gustavo Naveira, Fabian Salas, Nancy & Damian… u.v.a.
Aber das heißt nicht , dass ich bei diesen Tänzern nur ein paar Unterrichtsstunden genommen habe, sondern (mind. 30 Ustd.) mir auch ausgiebig deren Unterrichtsstoff erarbeitet und angeeignet habe!
Aber Unterricht nehmen sagt nicht viel über tänzerische Qualitäten aus:
Ich tanze Tango (immer noch) sehr gerne! Das Schönste ist, dass ich nicht aufhöre zu lernen und dass jeder Tango, - wie jeder Tag im Leben - anders und neu ist!
Hier noch ein paar Stationen meines Tangolebens:
• 1986 Umzug nach von Berlin nach Düsseldorf und Gründung der
1. Tangoschule im Ruhrgebiet “Tango vom Rio de la Plata”, (- ab 1994 “TANGO sencillo”)
• Ab Januar 1987 Zusammenarbeit in der Gruppe “Tango del Arrabal” mit Nicole Nau, (die bei mir ab Oktober ‘86 lernte und danach eine internationale Tangokarriere startete,) + Ramon Regueira, Anette Meisl und – ab 1988 mit Ciro Pérez, einem Gitarristen von Alfredo Zitarossa, Montevideo.
• 1987 bis 1989 Zahlreiche Auftritte als Tanzpaar “El Aleman y Nicole” in der Show “Tango del Arrabal” in Deutschland & Schweiz und diverse Fernsehauftritte im ZDF, ARD, NDR, WDR, RTL, SAT 1, Radio Bremen, SOLO TANGO (TV-Sender in Buenos Aires).
(Z.B.: “WWF-Club”, “Mosaik”, “Buten & Binnen”, “Tango Fieber” von Birgit Theresa Koch, “Schreinemakers” u.v.a.)

• Zwischen 1988 bis 2008 habe ich auch in diversen Städten unterrichtet und erste Grundsteine für die dort entstehenden Tango-Szenen gelegt.
(z.B. Kassel, Essen, Dortmund, Düsseldorf, Bielefeld, Osnabrück, Darmstadt, Koblenz, Münster, Siegen)
• Zwischen 1988 & 1998 arbeitete ich vorrangig im bekannten “Piano Theater Café” in Dortmund und organisierte dort beliebte Tango Salons & Bälle, die über die Grenzen hinweg von vielen Tänzern besucht wurden, - u.a. die Veranstaltung “Asado, Mate y Milonga”).
• 2005 war ich mit der Contact-Tänzerin Gabi Koch bei Bruce Fertman (Alexander Technic Alliance) zu einem Workshop-Projekt in Philadelphia (USA) “Tango & Alexander-Technic” eingeladen. Dort haben wir gemeinsam mit Bruce Tango und Alexandertechnik als Bewegungsschulung zusammengebracht.
• 2005-2008 enge Zusammenarbeit mit Piedra Baldauf, “Estudio de Tango”.
• 2007-2008 Zusammenarbeit in meiner Tangoschule in Essen mit Gonzalo Orihuela & Solange Chapperon und Eladia Córdoba.
seit Ende 2006 Zusammenarbeit mit meiner jetzigen Tanz-Partnerin ESTHER NUR, (meine Beste!)





